Kreisgruppe Kreis Mettmann
Der Paritaetische im Kreis Mettmann
Vom "Ein Euro-Job" zur GemeinwohlArbeit
Mit mehr als 200 Teilnehmenden – davon ca. 20 Prozent aus ARGEn und Kommunen – fand am 12. Februar 2008 in Düsseldorf die Fachtagung zum Abschluss des Modellprojektes "GemeinwohlArbeit NRW" statt. Die Arbeitsergebnisse wurden mit großem Interesse und deutlicher Zustimmung aufgenommen.
„Wir brauchen nicht mehr, sondern bessere Arbeitsgelegenheiten“, so das Fazit von Else Rieser, stellvertretende Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW, zum Modellprojekt „GemeinwohlArbeit“.
Die rund 50.000 AGH-Stellen in NRW stehen häufig in der öffentlichen Kritik: Kein Arbeitsvertrag, kein Lohn oder Gehalt, keine Sozialversicherung im üblichen Sinne, Beschäftigte bleiben ALG II-Beziehende, obwohl sie statistisch nicht mehr als Arbeitslose erfasst werden.
Häufig werden unter Sanktionsandrohung Tätigkeiten angeboten, deren Sinnhaftigkeit so fragwürdig ist, wie ihre Rechtmäßigkeit, und am Ende fehlt allzu oft die Perspektive. „Es gibt keine Alternative dazu, aus diesem Instrument das Beste zu machen“, so Werner Lüttkenhorst, Leiter des Modellprojektes "GemeinwohlArbeit“.
Auch im Paritätischen Kreis Mettmann haben sich beteiligte Träger zusammengeschlossen mit dem Ziel, arbeitsmarktpolitische Projekte und Initiativen durch eine enge und abgestimmte Kooperation zu verbessern.
Siehe Netzwerk "Begleitung in Arbeit", Kreis Mettmann.
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Neues Kindergartenbildungsgesetz für NRW beschlossen
„Als große Herausforderung sehe ich das neue Kibiz an.“ sagt Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des PARITÄTischen Kreis Mettmann.
Mit dem Ende Oktober beschlossenen neuen Gesetz kommt eine enorme Planungsunsicherheit auf die Träger von Kindertageseinrichtungen zu. Bei den Betreuungszeiten werden die Eltern zwischen 25, 35 und 45 Stunden pro Woche wählen können. Danach bemisst sich auch der Elternbeitrag. Die Wohlfahrtsverbände begrüßen zwar die Flexibilisierung, befürchten jedoch bei steigenden Elternbeiträgen werde dies dazu führen, dass gerade Kinder, die den Kindergarten am nötigsten haben, nur 25 Stunden kommen. Völlig ungeklärt ist, wie Hartz IV-Empfänger behandelt werden. Ute Feldbrügge befürchtet „Ungleichheit in den Lebensbedingungen haben wir bereits. Jetzt gehen Bildungschancen in den Tagesstätten verloren.“
Mit dem Kinderbildungsgesetz soll der Landesregierung zufolge das Betreuungsangebot für unter Dreijährige ausgebaut und die frühkindliche Bildung und Förderung gestärkt werden. Gegner und Kritiker fürchten jedoch eine Erhöhung der Elternbeiträge und eine Verschlechterung der Betreuungsqualität.
"Es komme jetzt darauf an, wie die lokale Politik in den zehn Städten des Kreises die Elternbeiträge gestalten und wie die Ausführungsbestimmungen ausfallen." ergänzt Ute Feldbrügge.
Bundesweit tritt der Paritätische mit einem neuen Verbandslogo auf. Mit einem blau ummantelten roten Gleichheitszeichen bringt er auch die sozialpolitische Grundhaltung des Wohlfahrtsverbandes zum Ausdruck: Der Einsatz für gleichwertige Lebensverhältnisse, gleiches Ansehen und gleiche Chancen für alle Menschen, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ob mit oder ohne Behinderungen.
Als Mitglied des Paritätischen in NRW sind Sie berechtigt, das Mitgliedslogo zu nutzen, z. B. für Ihre Briefbögen, andere Drucksachen oder für Ihren Internet-Auftritt.
Weitere Informationen und Downloadmöglichkeiten hier
Paritätischer gegen Aufweichung der Fördergrundsätze für Kitas
Als in der Sache verfehlt kritisiert der Paritätische Gesamtverband die geplante Gleichstellung gewerblicher Anbieter und gemeinnütziger Träger anlässlich der Anhörung zum Kinderförderungsgesetz im Bundesfamilienministerium. Eine bundesrechtliche Öffnung der Kinderbetreuung für gewinnorientierte Träger stelle nicht nur einen inakzeptablen Übergriff in die Länderzuständigkeit dar, sondern ließe auch deutliche Qualitätsverluste befürchten.Mehr
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Externer Link
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GemeinwohlArbeit - Film
Ergebnisse des Projektes wurden in einem Praxishandbuch zusammengefasst. Hier der Link zum Praxishandbuch und der interessante Kurzfilm GemeinwohlArbeit - der Film.
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